Joan Oliver Maneu

Hinterließ diese Galerie für zeitgenössische Kunst, mit ihren Sprühdosen-Meisterwerken auf den Rollos und einem an Besuchen eher uninteressierten Galeristen zu PalmaPhoto 2012 mit der damaligen Ausstellung “Momentos olvidados” einen noch uninspirierenden, düster und depri-fördernden ersten Eindruck, so hat sie im Rahmen der momentanen Ausstellung eine glatte 180° Wendung geschafft.

Der Galerist jetzt im Nebenhaus ins erste Stockwerk verbannt überlässt den Kundenkontakt einer gutaussehenden jungen Galeristin mit einnehmender Ausstrahlung und fundierten Kenntnissen über die jeweilige Ausstellung.

Im Rahmen der ‘Nit de l´Art 2012’ bereits kurz angerissen stellt ‘MARTÍN MAS’ mit «Recent Works» hier noch bis zum 05. Sep. 2012 seine Skulpturen aus.

‘Mas’, geboren in Uruguay und seit 2010 Wahl-Mallorquiner, arbeitet breit und verschwenderisch; seine Skulpturen (oder wohl eher Plastiken) geformt aus Stahl, Aluminium, Glasfiber und Eisen scheinen wie willkürlich aus einer Schmelze geschüttet. Schwerpunkt dabei weiche, fließende Formen, dreidimensionale körperhafte (oder eher körperlose?) Objekte, die den Betrachter aus der Trägheit des Gewohnten holen:

Gelöst aus dem Zweidimensionalen und rückblickend auf die letzte Ausstellung der Malerei lässt sich treffend die Frage stellen welche der beiden Künste die bedeutungsvollere sein mag: die Malerei oder die Plastik. Ein schon zu Renaissance-Zeiten unter Künstlern umstrittenes Thema, die ‘Gegenüberstellung’ beider Kunstformen lädt jedenfalls zum Nachdenken ein:

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Joan Oliver Maneu

Schon von weitem unverkennbar ‘Kunst’. Street-Art meets Art-Galerie.

Die Sprühdosen-‘Meisterwerke’ auf den Rollos weisen den Weg zu einer Galerie für zeitgenössische Kunst mit knapp 100m² Ausstellungsfläche, Joan Oliver “Maneu”, Architektur und Aussenwirkung wie sie kaum unpassender für eine Galerie sein könnte. Irgendwie uninspirierend, düster, Depri-fördernd, ein Anschlag aufs Auge und Klotz am Bein meines Galerie-Rundganges. Schrill, bunt und farbenfroh ist anders, statt an Street-Art in der Bronx denke ich an meinen letzten Anruf aus Harlem: Da sah die nächste Hausecke ähnlich aus.

Aber Klötze müssen abgeworfen werden, also nochmal hin und schauen wie es ist mit ‘Rollo oben’. Um es kurz zu machen: nicht viel besser, der Galerist mustert mich als wüsste er dass ich am Tag vorher diesen optischen Supergau fotografiert habe. So farbenfroh es noch außen zugeht, so grün wird es innen. Vielleicht hätte man lieber die Sprüher…?

PalmaPhoto 2012:                                                                                             “Momentos olvidados” (vergessene Momente) von Lopez Moral: