Galeria Major 02/2013: Eva Lootz „Brotes Verdes“


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An Bindfäden befestigte Buchstaben, die von der Decke baumeln, begrüßen mit dem Wort despidos (Entlassungen): eine klare Botschaft der Künstlerin Eva Lootz mit der Ausstellung „Brotes Verdes“ (Grüne Triebe).

Eva beschäftigt sich in ihren Werken mit der Finanzkrise und den dadurch bedingten Kürzungen in den Bereichen Bildung, Kunst und Kultur, die sie aus nächster Nähe mitverfolgen musste.

Die Serie „Diario de los recortes“ ist im Sommer vergangenen Jahres während der Krise entstanden, kräftige Illustrationen in fluoreszierenden Farben die stellenweise wie Kinderzeichnungen wirken und Verweise auf die spanische Philosophin Maria Zambrano und die deutschen Kommunistinnen Clara Zetkin und Rosa Luxemburg enthalten.

„Die Zeichnungen sind wie ein Tagebuch, in dem ich meine Gedanken und Einflüsse verarbeite“, sagt Lootz.

In der Serie „Teabags“ (Teebeutel), der Titel entlehnt einem Zitat Eleanor Roosevelts, verpackt sie ihre Kritik am Frauenhandel in einem ironischem Gewand, dass die Botschaft erst auf den zweiten Blick hin freigibt. Die Zeichnungen erinnern an die rund eine halbe Million Frauen, in ihrer Mehrzahl Osteuropäerinnen, die in Spanien in die Prostitution gezwungen werden.
Diese Zeichnungen bot die Künstlerin am Eröffnungsabend im Tausch für ein Kilogramm Kleingeld in Form von 1, 2, und 5-Cent-Münzen zum Tausch an: Im Gegenwert von ca. 20€ bekamen die Besucher so eine  A4-Zeichnung weit unter dem Marktwert.

„Sie wolle damit auf anschauliche Weise zum Nachdenken über die „Perversion des Finanzsystems“ anregen“, so Eva Lootz.
Das Klimpergeld soll Teil eines zukünftigen Projektes werden und somit auch wieder „aufgewertet“.

„Vielleicht ist dieser Tauschhandel auch eine Form, die Leute bei der Stange zu halten, da sie sich interessieren, was daraus wird“, so Lootz.


For the next weeks the Galeria Maior will be showing “BROTES VERDES” (Green Shoots) by Eva Lootz, displaying sculptures and drawings reflecting the catastrophic effects the financial crisis, the policy of cuts made by the government and thus the effects it  had on the middle class in general and on the cultural institutions in particular.

“Diario de los Recortes” (The cut diary) and the “Despidos” (Sackings) sculpture are parts of this exhibition.
Interessting is the part involving  visitors,  inviting them to reflect on the meaning of VALUE and the perversity of the current financial system by collecting one  KILO of low value coins (1, 2, and 5 Euro cents) that will be arranged in small mounds on the gallery floor, one mound for each drawing, which in exchange for their little effort the visitor is able to purchase well below its market value.

The effort required from the visitor is to These coins will be used for a future work of art.

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