Horrach Moya

Die Galerie Moyá liegt etwas außerhalb des “Altstadtrings”, über den Passeig de Mallorca raus, in einer Ecke die eher einer Ghettobesichtigung als dem Besuch einer Galerie ähnelt. Müllcontainer und grau-braune Betonbunker, deren erbärmliches Erscheinungsbild durch schlecht gesprühte Graffities nur noch verstärkt wird, flankieren die Galerie. Stadtpalast ist hier jedenfall nicht. Nirgendwo.

Moyá ist eine der traditionellen Galerien Palmas. 1988 gegründet, 2000 renoviert, und mit zwei Ausstellungsebenen immer an den goßen Ausstellungsevents in Palma beteiligt.

PalmaPhoto 2012: Momentan steht wohl wieder eine Renovierung an.
Hier sieht es aus wie Nachts in manch Berliner Seitenstraße. Oder als sei Wowi diesmal nicht nur einer Latexmatratze zu nahe gekommen. Der feurige Feger, der.

Alles angekokelt. Kaputt. Mit dem Bunsenbrenner bearbeitet. Oder heißgelaufen?
Vielleicht stammen die Kopierer ja aus dem Guttenbergschen Haushalt. Oder von den Chinesen. Die haben ja auch einen Hang zum Kopieren. Geradezu angeboren. 25h Tage sind da die Kopier-Regel.

Auch die anderen Gegenstände: nicht viel besser.
Die Trockenhaube macht eine Figur als habe man der letzten Kundin den Kopf kurz vorher noch mit Aceton oder Ethanol eingerieben. Oder Diethylether. Oder allem zusammen.

Und das Rad erst. Sieht aus als sei hier einer zu Hause die Tour der France nachgeradelt. Alle 20 Etappen an einem Tag. Sportliche Leistung.

Suzy Gómez: 250°. Verzerrte Wirklichkeit, auf der Suche nach Identität und deren Grenzen. Noch bis 30. Juli.

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