Burger King

Vorspann:
Burger King hat sich hier vor einigen Jahren im denkmalgeschützten (1936 von Albert Speer entworfenen) Umspannwerk niedergelassen. Durch diesen Bau wurden das Reichsparteitagsgelände und der “Lichtdom” während der Reichsparteitage mit Strom versorgt. Die Reichsadler an den Stirnseiten sind auch heute noch sichtbar.

Im direkten Umfeld finden sich für interessierte Besucher und den nach dem BK-Besuch dringend angeratenen Verdauungsspaziergang das Zeppelinfeld (heute Veranstaltungsort und Freizeitpark), die Zeppelintribüne (heute Tribüne für Veranstaltungen), die Kongresshalle (heute Dokumentationszentrum, Proberäume und Konzertverantstaltungen), der Luitpoldhain mit Luitpoldhalle (heute Erholungspark) und die Große Straße (heute Parkplatz).

Schlüsselszene:
Die Kost ist „gesund und nahrhaft“, so die großen Fastfood Anbieter, die in dieser Straße zwischenzeitlich die Qual der Wahl bieten.

Ein Doku-Regisseur kämpft nach 4 Wochen Fastfood gegen erhöhte Cholesterin- und Leberwerte verbunden mit 8 Kilo Gewichtszunahme, Jim Cantalupo (McDonald’s-Chef) stirbt mit 60 Jahren an einem Herzversagen, der Nachfolger kämpft mit gesundheitlichen Problemen: Man könnte fast meinen dass hier all die
“Happy-Meals” & “BigKingXXLDoubleSteakhouseCheeseburgerLongChicken”
eher “Un-Happy” ganze Arbeit geleistet haben. Aber das sind nur Vermutungen.

Ich prüfe lieber selber nach und reize mal wieder die Belastungsfähigkeit meines Magens aus: Burger King.
Wird grad umgebaut, macht aber nix, der Drive-In ist offen. Dort huldigt man weiterhin “dem Geschmack, der Größe, dem Grill, der Auswahl”: zur Abwechslung mit Baustaub.

Das Menü: lustig geformte Chicken-Nuggets, Chicken-“Rap”, Pommes & Zuckerwasser.

#Die Nuggets vom Aussehen her klassisches Formfleisch (industriell zusammengesetzte Schlachtreste, getumbelt, gewalkt, gelockert, bis zum Eiweißaustritt malträtiert, als brätähnliche Masse in Formen gepresst und paniert): Hätte ich doch lieber mal die Wings bestellt.
#Der Chicken-“Rap” gar nicht mal so schlecht, wäre da nur nicht dieser traurig-nach-nichts-schmeckende Fladen der die inneren Bestandteile so gar nicht zusammenhalten möchte: Heute also “Rap” ohne Soße.
#Die Pommes: eine Bereicherung. Nicht mehr abhängend wie ‘ne olle Wurst im schlabbrigen Schafsdarm, sondern richtig fest & kross. Trotz Baustaub statt Salz erreichen sie langsam das Niveau des großen gelben Konkurrenten. Gut also. Echt gut. Weiter so.
#Das Getränk: ca. 15 Stück Würfelzucker, Phosphorsäure (E 338), Farb-, Konservierungs- & Süßstoffe, Stabilisatoren & Regulatoren. Und Wasser. So’n bisschen.

Haute Cuisine wie bretonischen Hummer in Orangenöl, ein Suprême vom Wildsaibling butterzart in klarem Tomatenfond, Périgord-Trüffel zum Dessert oder Service auf Concierge-Niveau habe ich nicht erwartet, die Wertung somit neutral.

Abspann:
Als Zugabe umsonst gab es wie üblich Gluten, Lupine, Sulfide und sogar Schwefeldioxide. Wer die nicht mag und abbestellt: Kreuzkontamination laut Nährwerttabelle nicht ausgeschlossen.

Mahlzeit
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Gemütlich haben sie es gemacht, etwas “loungig”:

Einzig die schlechte McCafé Kopie hätte man sich sparen können:

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